Netboot-Xenial

Sprache der Desktop-Umgebung

Die Sprache Deiner Desktop-Umgebebung kann während des Loginvorgangs über den Knopf Change Settings eingestellt werden. Diese Einstellung wird für Deinen Account gespeichert, und muss bei einem Login von einem anderen Rechner nicht erneut eingestellt werden.

Zusätzliche Tastaturlayouts benutzen

Soll für Deine Maschine permanent (ein) andere(s) Layout verwendet werden, so teile dies  bitte dem Support mit, dass wir Deine Maschine entsprechend umstellen.

Verwendest Du mehrere Layouts, z.B., weil Du lieber mit US-Layout programmierst und mit DE-Layout Briefe schreibst, oder eine Tastatur mit mehreren Schriftzeichen (Latein+Kyrillisch, Latein+Hebräisch, Latein+Griechisch, usw.) verwendest, so kannst Du zwischen den Layouts mit Alt+Shift wechseln. Es empfiehlt sich dann zusätzlich einenen sog. Layoutindikator in Dein Panel hinzuzufügen, um jeweils zu sehen, welches Layout gerade aktiv ist. Den Layoutindikator findest Du unter Rechtsklick aufs Panel → Panel → Add New Items....

Umlaute mit US-Tastatur verwenden

Auch wenn Du gerne mit US-Tastatur programmierst, musst Du nicht auf Umlaute oder andere diakritische Zeichen (wie z.B. französische oder polnische Akzente) des lateinischen Alphabets verzichten. Mit Hilfe der Compose-Taste kannst Du alle Abwandlungen lateinischer Zeichen (und noch viele weitere, wie «, », ♯, ±, °, ☺, ☹, …, usw.) auch auf einer US-Tastatur erzeugen. Sollte Deine Tastatur keine Compose-Taste haben, kannst Du die Menü-Taste verwenden, die sich rechts neben der Leertaste befindet.

Installierte Pakete

Mit jedem neuen Release von Ubuntu installieren wir zunächst nur die grundlegenden Softwarepakete, die alle, bzw. ein Großteil unserer Nutzer verwenden.

Fehlt ein von Dir genutztes Softwarepaket, können wir es kurzfristig nachinstallieren. Du kannst uns auch gerne eine ganze Liste von Paketen schicken. Bitte prüfe aber vorher die Pakete auf Installierbarkeit in unserer Umgebung. Ungeprüfte Paketlisten können wir leider nicht installieren.

Wir installieren absichtlich nicht einfach alle Pakete eines Vorgängerreleases (derzeit Trusty), da...

  1. ... nicht alle Pakete noch in dem aktuellen Release existieren oder so funktionieren. Manche wurden umbenannt, sind in ein anderes Softwareprojekt eingeflossen oder gibt es nicht mehr.
  2. ... nicht alle Pakete noch von den Benutzern noch gewünscht werden. Manche werden nicht mehr benutzt, weil es bessere Alternativen gibt. Manche werden nicht mehr benutzt, weil keine Benutzer*innen nicht mehr bei uns ist.

Darum bitten wir Dich jeweils zu Beginn eines Releases zu überprüfen, welche Pakete Du noch brauchst. Dadurch wird auch ein bisschen mehr Übersichtlichkeit geschaffen.

XFCE als Standarddesktop

Der Standard-Desktop in der TechFak ist XFCE. Folgende Punkte waren bei der Wahl einer für alle Benutzer tauglichen Desktopumgebung ausschlaggebend:

  • Eignung für Einsteiger und Flexibilität für Fortgeschrittene
  • Stabiles Design und Struktur der Benutzeroberfläche
  • Systemweite (Vor-)konfigurierbarkeit durch uns
  • Aktiv maintaintes Projekt und idealerweise über bereits längeren Zeitraum existent

XFCE scheint uns auf Grund dieser Kriterien die derzeit geeignetste Standardumgebung.

Anderere Desktopumgebungen

Möchtest Du einen andere Umgebung nutzen, so kannst Du die Custom-Sitzung verwenden. Bitte beachte jedoch, dass wir nur für XFCE Unterstützung leisten können. Bei einer anderen Oberfläche können wir -sollten die Probleme durch die Oberfläche verursacht sein- vermutlich nur eingeschränkt weiterhelfen.

Zum Ändern gehe wie folgt vor:

  • Erstelle in einem Texteditor die Datei .xsession in Deinem Home
  • Schreibe dort hinein, welche Programme zum Start Deiner Sitzung ausgeführt werden sollen.
  • Starte während des nächsten Logins das Setup und ändere dort Deine Session auf Custom

Von nun an startet bei Login nicht mehr XFCE sondern Deine selbstgewählte Sitzung.

Welche Programme zum Start nötig sind, schlage bitte in der Dokumentation Deines Windowmanagers/Deiner Desktopoberfläche nach.

Beispiel zum Starten von Openbox mit Tint2-Panel:

	tint2 &
	exec openbox

 

Solltest Du wieder die Standardsitzung wünschen, kannst Du dies selbstverständlich bei Bedarf im Setup wieder zurück ändern.

Sitzung reparieren

Hast Du versehentlich Deine Oberfläche verkonfiguriert und kannst Dich nicht mehr einloggen, kannst Du die Sitzung selbst reparieren. Starte während des Logins Setup und wähle dort als Sitzung Repair. Dabei werden Deine Konfigurationsdateien aller Programme (sog. Dotfiles) nicht gelöscht, sondern in ein Verzeichnis DOTFILES.Datum in Deinem Home verschoben und unsere Standardeinstellungen restauriert.

Von nun an sollte wieder ein Login möglich sein und Du kannst bei Bedarf einzelne fehlerfreie Konfigurationsdateien zurückkopieren.

Falls der Login wider erwarten fehlschlägt, melde Dich bitte bei uns.

Konfiguration

Wir bemühen uns über unseren Netboot-Desktop eine möglichst konstante Arbeitumgebung bereitzustellen, dennoch ist es, insbesondere auf Grund von Softwareinkompatiblitäten zwischen diversen Konfigurationen gelegentlich notwendig einige Änderungen an der Konfiguration vorzunehmen.

Um den Parallelbetrieb zwischen mehreren Releases zu gewährleisten verwenden wir für jedes Release unabhängige Konfigurationsordner.

Bei der Gestaltung des Standard-Desktops unter Trusty haben wir uns bemüht sowohl Einsteigern als auch Fortgeschrittenen Benutzern eine leicht zu bedienende Oberfläche zu bieten. Aus dem Grund haben wir uns dafür entschieden, gegenüber Precise nur noch ein Panel (am unteren Bildschirmrand) zu verwenden. Dies schafft etwasmehr Übersichtlichkeit und kann so auf Grund der minimaleren Konfiguration hoffentlich auch in späteren Releases weiterbenutzt werden.

Konfigurationspfade

Entwickler von Anwendungsprogrammen legen leider nicht immer Wert darauf, bei Änderungen ihrer Software alte Konfigurationsdateien in neuen Programmversionen (auch nur lesend) zu unterstützen. Oft schleichen sich auch Inkompatiblitäten zwischen verschiedenen Programmbibliotheken ein (z.B. kann GTK3 Themen von GTK2 nicht mehr lesen. Wurde also in GTK2 ein Thema gewählt welches in GTK3 nicht vorhanden ist, so sehen GTK3-Programme plötzlich seltsam kaputt aus). Aus diesem Grund haben wir uns ab Trusty entschlossen, jedem Ubuntu-Release einen eigenen Suchpfad für Konfigurationen zuzuteilen. Dadurch ist sichergestellt, dass Du zwischen Ubuntu-Releases wechseln kannst, oder auch in Migrationszeiten auf mehreren parallel arbeiten kannst, ohne dass Deine Konfigurationen beschädigt werden.

Der Konfigurationsorder folgt ab Ubuntu-Trusty dem Schema ${HOME}/.config/techfak/ubuntu/<i>&lt;release&gt;</i> . Deine Xenial-Konfigurationsdateien für Anwendungsprogramme findest Du also unter ${HOME}/.config/techfak/ubuntu/xenial .

Benutzer der Custom-Sitzung betrifft dies nicht, da sie ohnehin selbst für die Lauffähigkeit ihrer Arbeistumgebung sorgen wollen und diese Fehler beheben können (wenn nicht, ist der Custommodus nichts für Dich!).

Standard- und Zusatzprogramme

Eine vollständige Installation unseres Desktops besteht üblicherweise aus mehreren Tausend Softwarepaketen mit einem Umfang von über 30GB.

Dabei bleibt es nicht aus, dass für manche Aufgaben mehrfach Programme vorhanden sind. So haben wir neben unserem Standardterminal XFTerm z.B. noch das Gnome-Terminal, das KDE-Terminal, Rxvt, Xterm, ... neben unserem Standardbrowser Firefox gibt es Midori, Opera, Chromium, Konqueror, uvm. Ebenso ist dies mit Office-Paketen und anderen Werkzeugen. Gerade für neue Benutzer ist diese Situation oft irritierend und sie fühlen sich von der Menge an Programmen erschlagen. Daher ist ab Xenial Xerus in den entsprechenden Menüs für jede Aufgabe nur jeweils ein Programme aufgeführt, alle weiteren Softwarepakete befinden sich unter All.

Möchtest Du nicht die Standardsoftware verwenden, kannst Du das gern tun. Neuen Benutzern empfehlen allerdings wir unsere Standardauswahl, die sich am besten in unseren Desktop integriert und auch bereits über eine längere Zeit stabil verfügbar ist, so dass wir vorrangig dafür Unterstützung leisten können.

Sitzung sperren

Damit andere Benutzer nicht unnötig lange auf einen freien Arbeitsplatz warten müssen, wird Deine gesperrte Sitzung in Poolräumen bei Inaktivität nach 15 Minuten automatisch ausgeloggt. Die Zeit sollte ausreichen, um mal kurz Essen zu holen oder eine zu rauchen. Verlässt Du für längere
Zeit Deinen Arbeitsplatz (egal ob Mensa oder für eine Veranstaltung) logge Dich bitte vorher aus.